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Naturparke Sachsen-Anhalts tagen in der Dübener Heide
Bad Schmiedeberg. Anfang März kamen Vertreterinnen und Vertreter sachsen-anhaltischer Naturparke sowie des Landesverwaltungsamtes, des Landkreises Wittenberg und des Umweltministeriums zu ihrer jährlichen Klausurtagung im Rathaus der Stadt Bad Schmiedeberg zusammen. Gastgeber war der Naturpark Dübener Heide, der in diesem Jahr auch die Sprecherrolle der Arbeitsgemeinschaft der Naturparke innehat.
Axel Mitzka, aktueller Sprecher der Naturparke in Sachsen-Anhalt, begrüßte die Teilnehmenden sowie Staatssekretär Dr. Steffen Eichner aus dem Umweltministerium des Landes. In seinem Grußwort hieß Bad Schmiedebergs stellvertretender Bürgermeister Frank Heerwald die Gäste willkommen und würdigte die Bedeutung der Naturparke für die nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen am Beispiel der Kurstadt Bad Schmiedeberg.
Von Bildungsangeboten bis zum Wanderwege-Ausbau
Im Mittelpunkt der Tagung standen Rückblick und Ausblick auf die Arbeit der Naturparke. Die Geschäftsführenden berichteten über zahlreiche abgeschlossene und laufende Projekte aus den Bereichen Naturschutz, Landschaftspflege, Bildung, Naturerlebnis und nachhaltiger Tourismus. Beispiele reichen von Moorrenaturierung und Artenschutzmaßnahmen über Bildungsangebote für Kinder und Schulen bis hin zum Ausbau von Wanderwegen und Rastplätzen für Besuchende.
Auch der Beitrag der Naturparke zum natürlichen Klimaschutz spielte eine wichtige Rolle. Diskutiert wurde unter anderem das bundesweite Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK), das Maßnahmen zur Stärkung von Ökosystemen fördert. Vertreterinnen des Regionalbüros beim Landesamt für Umweltschutz stellten das Förderprogramm vor und informierten über relevante Förderrichtlinien für die Naturpark-Arbeit.
„Beeindruckt, was die Naturparke auf die Beine stellen“
Staatssekretär Dr. Steffen Eichner aus dem Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt würdigte die Arbeit der Naturparke und deren breite Wirksamkeit: „Ich bin beeindruckt, was die Naturparke alles auf die Beine stellen – trotz der vergleichsweise bescheidenen finanziellen Ausstattung.“
Neben fachlichen Themen tauschten sich die Teilnehmenden auch über zukünftige Herausforderungen aus, etwa über mögliche Änderungen bei Förderprogrammen der Europäischen Union in der kommenden Förderperiode. Planungssicherheit sei für die Naturparke von zentraler Bedeutung, so der Tenor der Runde.
Hand in Hand für nachhaltige Waldentwicklung
Nach dem fachlichen Teil führte eine Exkursion in den Stadtwald von Bad Schmiedeberg. Dort informierten sich die Teilnehmenden bei einer Wanderung über das Projekt der „Baumpatenschaften“, das beispielhaft zeigt, wie bürgerschaftliches Engagement, Bildung für Kinder und eine nachhaltige Waldentwicklung Hand in Hand gehen können.
Die Naturparke gelten als wichtige Partner für Naturschutz, Bildung, nachhaltigen Tourismus und regionale Entwicklung in Sachsen-Anhalt. Mit der jährlichen Klausurtagung stimmen sie ihre Arbeit ab und bringen gemeinsame Anliegen gegenüber Politik und Verwaltung ein.