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HARZVERBAND begrüßt Thomas Balcerowski als neuen Vorsitzenden und ehrt Preisträger
Der HARZVERBAND e.V. hielt am Donnerstag seine erste Mitgliederversammlung in der neuen Struktur ab. Veranstaltungsort war das UNESCO-Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar. Zentrale Entscheidung war die Wahl des neuen Vorsitzenden: Thomas Balcerowski, Landrat des Landkreises Harz, übernimmt das Amt und löst damit nach mehrjähriger Amtszeit Dr. Alexander Saipa, Landrat des Landkreises Goslar, ab.
Drei Bundesländer weiterhin vertreten
Dr. Saipa bleibt dem Vorstand jedoch ebenso erhalten wie Matthias Jendricke, Landrat des Landkreises Nordhausen. Beide fungieren künftig als stellvertretende Vorsitzende. So sind weiterhin die drei Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen im Vorstand vertreten und damit die Regionen des Naturparks Harz und des UNESCO Global Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen, deren Träger der HARZVERBAND e.V. ist. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden zudem turnusgemäß der Haushalt und der Stellenplan für das Jahr 2026 verabschiedet.
Im Anschluss an die Sitzung lud der HARZVERBAND e.V. zum Jahresempfang in die Alte Schlosserei des UNESCO-Weltkulturerbes Rammelsberg ein, diesmal unter dem Motto „10 Jahre UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen“. In diesem Rahmen fand traditionsgemäß die Verleihung der beiden Verbandspreise, des Harzer Naturparkpreises 2025 und des Harzer Kulturpreises 2025 statt, beide dotiert mit jeweils 2.500 Euro.
„Biodiversität erheblich gesteigert“
Der Harzer Naturparkpreis 2025 wurde an Harald Heddergott aus Duderstadt, ehemaliger Inhaber der Harald Heddergott KG, verliehen, die den stillgelegten Steinbruch Jung bei Wildemann erfolgreich renaturierte. Unter dem Motto „Zurück zur Natur – Förderung der Biodiversität an ehemaligen Gewinnungsstätten von Bodenschätzen“ überzeugte das Projekt die Jury. Weil Harald Heddergott aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst teilnehmen konnte, wurde er an diesem Abend von seiner Frau und seinem Schwiegersohn vertreten, die den Preis stellvertretend entgegennahmen. „Der Steinbruch an der Westflanke des Einersbergs bei Wildemann, direkt an der L 515 nahe der B 242 gelegen, wurde vom ehemaligen Pächter, der Firma Jung aus Clausthal-Zellerfeld nach ihrem Konkurs circa 1970 in einem Zustand hinterlassen, der äußerst unbefriedigend war“, führte Rainer Schlicht, verantwortlich für die Naturraumentwicklung im Landkreis Goslar, in seiner Laudatio aus. Bereits 1982 schloss das Staatliche Forstamt Grund mit der Firma Harald Heddergott aus Duderstadt einen Vertrag zur Nutzung des Steinbruchs. Auf Grundlage eines mit der Naturschutzbehörde abgestimmten Rekultivierungsplans setzte das Unternehmen gezielt Maßnahmen zur Biotopgestaltung um. „Die Vielfalt von Flora und Fauna in einem Lebensraumaus aus zweiter Hand war schon 1994 herausragend. Die Biodiversität wurde durch das kleinteilige Arbeiten der Firma Heddergott erheblich gesteigert“, resümierte Schlicht.
Wenn Denkmalschutz, Naturschutz und Tourismus eine Einheit bilden
„Natürliche Schätze – Reichtümer unserer Region – Vorbilder! Ressourcenschonend Kultur bewahren“ lautete das Thema des Harzer Kulturpreises 2025. In festlichem Rahmen überreichten Matthias Jendricke, stellv. Vorsitzender, und Carola Schmidt, Geschäftsführerin des HARZVERBANDES, diese Auszeichnung an den engagierten Verein für lebendiges Mittelalter e.V.. Laudator Thomas Müller, Leiter der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei, lobte den Einsatz des Vereins insbesondere für die 1180 erbaute Ebersburg im Landkreis Nordhausen. Seit 21 Jahren saniert und pflegt der Verein die Anlage, gewährleistet deren Zugänglichkeit und bietet Führungen und Veranstaltungen.
Darüber hinaus sichert er die Erlebbarkeit der vor sechs Jahren in der Nordhäuser Altstadt entdeckten und sanierten gotische Holzbohlenstube, indem er mehrmals im Jahr in die gemütliche Stube einlädt und deren Geschichte weiterträgt. „Der Verein legt Wert darauf, dass Denkmalschutz, Naturschutz und Tourismus eine Einheit bilden und nichts das andere überlagert“, fasste Thomas Müller das besondere Zusammenspiel der Vereinsaktivitäten zusammen.