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ITB und Bundestag: Geopark HBLO wirbt für seine Arbeit
Als am 3. März die ITB Berlin, die weltweit größte Tourismusmesse, ihre Tore öffnete, richtete sich der Blick der internationalen Reisebranche auch auf eine besondere Form nachhaltigen Reisens: die UNESCO Global Geoparks. Mitten im globalen Messetrubel präsentiert sich bis zum 5. März das Netzwerk der Geoparks – und mit ihm die Leitung des UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen.
Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Global Geoparks Network (GGN) beteiligen sich die Verantwortlichen an einem Gemeinschaftsstand mehrerer UNESCO Global Geoparks. Ziel ist es, die besondere Verbindung von Erdgeschichte, Landschaftserlebnis und regionaler Entwicklung einem internationalen Fachpublikum näherzubringen.
Tourismus als Chance für Regionen
Tourismus spielt in Geoparks eine zunehmend wichtige Rolle. Abenteuerlustige Reisende suchen authentische Erlebnisse – vom Wandern entlang geologischer Zeitfenster über Führungen zu Fossilienfundstellen bis hin zu industriekulturellen Entdeckungstouren. Genau hier setzen Geoparks an: Sie verbinden Naturerlebnis mit Bildung, Nachhaltigkeit und regionaler Wertschöpfung.
Der Harz mit seinem reichen geologischen Erbe, den Bergbauzeugnissen und den vielfältigen Landschaftsräumen gilt als Musterbeispiel für diesen Ansatz. Der UNESCO-Status fungiert dabei als internationales Qualitätssiegel, das Sichtbarkeit schafft und Vertrauen bei Reisenden wie Reiseveranstaltern stärkt.
Austausch im Deutschen Bundestag
Bereits im Vorfeld der ITB stand die Rolle der Geoparks im politischen Fokus. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener UNESCO-Geoparks waren zu Gast im Deutscher Bundestag. In kurzen Statements machten sie deutlich, welchen Mehrwert die Auszeichnung als UNESCO Global Geopark für Regionen und den Tourismus bedeutet.
Dr. Jutta Weber, Sprecherin der Deutschen UNESCO-Geoparks, betonte die Bedeutung der Geoparks als Bildungs- und Identifikationsorte. Prof. Artur Sá, Präsident des GGN, hob die internationale Vernetzung hervor, die den Regionen nicht nur touristische Impulse, sondern auch wissenschaftlichen Austausch ermögliche. Prof. Nikolaos Zouros, Generalsekretär des GGN-Vorstands, unterstrich die Rolle der Geoparks als Modellräume nachhaltiger Entwicklung.
Geoparks: Orte des Dialogs
Demokratie und Ehrenamt Die anwesenden Bundestagsabgeordneten interessierten sich jedoch nicht allein für Besucherzahlen und Marketingstrategien. Im Mittelpunkt der Diskussion standen auch grundlegende Fragen: Welchen Beitrag leisten Geoparks zur Sicherung demokratischer Werte? Wie werden Freiwillige eingebunden? Und wie funktioniert die Zusammenarbeit im internationalen Netzwerk sowie mit der UNESCO?
Gerade die Einbindung ehrenamtlicher Gästeführerinnen und -führer, regionaler Initiativen und Bildungseinrichtungen wurde als wichtiger Baustein hervorgehoben. Geoparks seien Orte des Dialogs, an denen Wissen geteilt, Geschichte reflektiert und regionale Identität gestärkt werde – ein Fundament, das demokratische Strukturen unterstütze.
Internationale Bühne für eine starke Region
Mit dem Auftritt auf der ITB erhält der UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen nun eine internationale Plattform. Hier treffen sich Destinationen, Reiseveranstalter, Medien und politische Akteure aus aller Welt. Für die Verantwortlichen ist die Messe daher nicht nur Marketinginstrument, sondern auch Netzwerkforum. Davon überzeugte sich am Dienstag übrigens auch Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr. Er besuchte den Stand der Geoparke und kam mit den Fachleuten ins Gespräch.
Geoparks sind längst mehr als geologische Lehrpfade. Sie sind Impulsgeber für nachhaltigen Tourismus, regionale Entwicklung und internationale Zusammenarbeit. Und sie zeigen, wie Erdgeschichte zur Zukunftsstrategie werden kann.